Grillmarinaden leicht gemacht

So langsam geht’s los – „Let’s the fire start!“.
Auch der „Otto-Normal-Griller“ wird sicher so langsam von den Sonnenstrahlen dazu aufgefordert seinen Grill zu putzen und endlich los zu brutzeln. Am meisten Spass macht’s doch wie immer mit selbst gemachten Marinaden. Hier mal 2 Rezepte zum ausprobieren…

Thai-Marinade für Schweinefleisch-Spieße

Wer sagt eigentlich, dass Grillfleisch auf asiatische Art immer süßlich-sauer sein muss? Hier mal ein Rezept mit starken Aromen, das euer Fleisch butterweich macht.

  • Pro kg Fleisch braucht Ihr:
  • 5 Knoblauchzehen
  • 1 großes Stück Ingwer (ca. 8 cm lang)
  • frische Chilis (5 mittelscharfe oder 2 scharfe)
  • Öl (z.B. Rapsöl, ca. 70 ml)
  • 1 Zitrone
  • 1 Bund frischer Koriander
  • Soja- oder Fischsoße nach Geschmack
  • Sesam (weiß und schwarz) zum Bestreuen nach Geschmack

Und so wird’s gemacht:

Knoblauchzehen abziehen und fein hacken, Ingwer schälen und ebenfalls fein hacken. Die Chilis zunächst waschen und abtrocknen. Wer es richtig scharf mag, hackt die Chilis so wie sind. Etwas milder wird’s, wenn Ihr sie erst aufschneidet und die Kerne mit einem kleinen, spitzen Messer oder alternativ unter fließend Wasser entfernt – die Kerne sind das Schärfste an den Chilis. Danach die Hände wirklich gründlich waschen, sonst brennen die Chili-, Knobi- und Ingwer-Öle stark auf Haut und Schleimhäuten oder in kleinen Wunden! Wer’s gleich richtig machen will findet hier noch ein paar vorbeugende Maßnahmen.
Alles was bisher gehackt wurde mit dem Öl in eine Schüssel (am besten Glas oder Edelstahl, die nehmen den Geruch nicht so an) geben. Danach fügt Ihr den Saft einer Zitrone hinzu. Kann auch weniger sein, aber etwas Säure braucht das Fleisch zum zart werden. Statt Salz verwendet Ihr wie in Thailand üblich Soja- oder Fischsoße zum Abschmecken. Zum Schluss den Koriander grob hacken und untermischen.
Das Fleisch waschen, trocken tupfen, in mundgerechte Stücke schneiden und auf Spieße stecken. Die Spieße in eine flache Form (z.B. Auflaufform) legen und mit der Marinade übergießen. Mindestens zwei Stunden kühl ziehen lassen. Wer die Marinade über Nacht einwirken lassen will, sollte den Koriander erst 1-2 Stunden vor dem Grillen zufügen. Der Koriander-Geschmack wird sonst zu intensiv. Nach dem Grillen nach Geschmack mit Sesam bestreuen.

… und dazu:

Sommer-Marinade

(auch für Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte verwendbar)

Für ca. 600-800 Gramm Geflügel, Fisch oder Garnelen braucht Ihr:

  • 400 ml Kokosmilch
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleines Stück Ingwer (ca. 4-5 cm lang)
  • 1 unbehandelte Limette
  • 1 grüne Chili
  • 1 Stängel Zitronengras
  • frische Minze
  • frischen Koriander
  • Salz, Pfeffer
  • Brauner Zucker oder Honig nach Geschmack

Und so wird’s gemacht:

Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken, Zitronengras und Chili waschen, abtrocknen und fein hacken. Unter die Kokosmilch nach Geschmack ca. 3 EL braunen Zucker oder 1-2 EL Honig unterrühren. Die gehackten Gewürze hinzufügen. Von der Limette braucht Ihr den Abrieb der Schale und ca. 1 EL Saft, die ebenfalls untergerührt werden. Mit Salz, Pfeffer und Minze abschmecken. Wer es einen Hauch asiatisch mag, lässt den Pfeffer weg, nimmt dafür eine Chili mehr, ersetzt das Salz durch Fischsoße und nimmt statt Minze frischen Koriander.
Alle Zutaten gut mischen und das Fleisch bzw. Fisch, Garnelen o.ä. für mindestens zwei Stunden gekühlt marinieren. Das Grillgut zwischendurch immer wieder mit Marinade bestreichen, wenn es nicht vollständig bedeckt sein sollte. Achtung: Sehr kurze Grillzeit! Beim Grillen die Restmarinade mit einem Pinsel auftupfen. Das intensiviert das Aroma!

Tipp! „Grillen in der Stadt – Kohle oder Gas?“:Wer einen Holzkohlegrill verwendet, erhält damit das typische Grillaroma, das vor allem zu sehr starken Aromen gut passt. Allerdings gibt es ja immer wieder Probleme mit dem Nachbarn oder es muss mal schnell gehen. In dem Fall ist auch ein Gasgrill „erlaubt“ – ein Elektrogrill sollte weiter vermieden werden… 🙂 Ich selbst bin ja großer Weber Fan. Allerdings gibt es auch andere sehr gute Geräte und ein Weber ist definitiv kein Muss! Aber achtet darauf, dass ihr nicht den billigsten Grill vom Baummarkt holt. Ich habe im letzten Jahr mal 2 Modelle von Enders getestet – sehr gut durchdacht und vom Preis-Leistungsverhältnis her eine gute Wahl. Also, Finger weg von Elektrogrills –  Sie benötigen einen Stromanschluss, brauchen relativ lange zum Aufheizen und werden nicht so heiß wie ein Gas- oder Holzkohlegrill, sind uncool, kann man sich das Grillen sparen, das Fleisch schmeckt nicht, ….

Mettigel: