Kategorie: Geflügel

  • Wie macht man Beer Can Chicken?

    Wie macht man Beer Can Chicken?

    Leckeres und saftiges Chicken

    Schon vor einiger Zeit habe ich mir einen Beercan-Chicken-Halter bei eBay gekauft. Ich kann nur sagen: Einfach Klasse!

    Das Beer Can Chicken ist kein einfaches Brathühnchen, aber lässt sich einfach und schnell zubereiten. Es ist extrem saftig und trotzdem außen sehr knusprig. Der Backofen (Leider ist mein Grill nicht hoch genug) wird nicht total versifft, so wie man es von der herkömmlichen Zubereitung gewohnt ist. Das Schwierigste ist doch tatsächlich eine Bierdose aufzutreiben. Diese werden in den meisten Getränkeläden nicht mehr so häufig angeboten. Aber im Kiosk um die Ecke wird man auch da fündig. Auf jeden Fall eine klare Empfehlung wert, so ein Beer Can Chicken (oder auch Drunken Chicken).

    Auf der Einkaufsliste für ein saftiges Hähnchen sollte folgendes stehen:

    Mittelgroßes frisches Hähnchen, 0,5L Dose Bier (je nach Geschmack), Hähnchenwürzer bzw. Paprika, Sals, Pfeffer, Curry, win wenig Pflanzenöl zum einreiben des Hähnchens, eine halbe Zwiebel

    Und so funktioniert’s: Man nimmt das Hühnchen, entfernt ggf. die Innereien und reit es mit Salz, Pfeffer, Marinade oder Gewürzen ein. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wer etwas weniger Aufwand betreiben will, kann auch einfach eine Gewürzmischung für Grillhähnchen benutzen. Diese gibt es breits fertig zu kaufen. Am besten bestreicht man das Hühnchen dabei auch mit etwas Öl, damit die Haut später schön knusprig wird.

    Dann öffnet man die Dose Bier und “entsorgt” ca. 1/3 des Inhalts. In der Dose ist jetzt Platz für zusätzliche Gewürze, z.B. Knoblauch, Kräuter der Provence oder Tabasco. Nun muss man die getunete Bierdos lediglich in den Ständer stellen und das Grillhähnchen drauf setzen. In den Hals steckt man am besten eine halbe Zwiebel oder Kartoffel, damit die Dämpfe oben nicht entweichen können.

    Nach ca. im Ofen bei 150 Grad ist das Beer Can Chicken dann endlich fertig (weniger bei einem kleinen Hühnchen). Knusprig-braun von allen Seiten und extrem saftig. Ein Genuss!!!

    5.0 Sterne auf der Grundlage von
    20 Berichten

  • Hähnchen zubereiten – Cobb Grill

    Im letzten Bericht habe ich ja schon erwähnt, dass ich im Magazin „Grillen“ die Empfehlung für den Cobb Grill gefunden habe. Hier nun der erste Testbericht!
    Der Cobb Grill ist besonders praktisch, da er mit Kohlebriketts funktioniert, aber anders als beim üblichen Kohlegrill innerhalb von Minuten einsatzbereit ist. Der Cobb ist für mich deshalb der neue Grill für zwischendurch. Zudem ist der Cobb mit 4,5 kg relativ leicht und wird inklusive einer praktischen Tragetasche geliefert.

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  • Gänsekeule im Restaurant Osswald

    Die Zeit der Gänsekeule ist ja eigentlich mittlerweile vorbei und ich muss gestehen, dass unser Besuch im Osswald auch schon eine Weile her ist. Aber ich gehe mal davon aus, dass auch die Frühlingsgerichte im Osswald topp sind, sodass ich nun doch noch den Bericht von unserem Besuch im Dezember mit einer klaren Empfehlung posten möchte.
    Leider hat das Osswald (noch) keine eigene Homepage, sodass ich keine Ahnung habe, was hier aktuell auf der Karte steht.
    Im Dezember war es in jedem Fall eine Gänsekeule neben verschiedenen anderen winterlichen Gerichten. Zur Gänsekeule wurden Hefeklöße, Rotkohl und Grünkohl serviert. Ich bin mir nicht sicher – ist die Kombi Rot- und Grünkohl typisch Berlin? Das kannte ich bisher so noch nicht, aber es war sehr lecker. Ich will mich also nicht beschweren 😉 Was mir auch besonders gut gefiel war die Tatsache, dass an der Sauce nicht gespart wurde. Wenn man die Klöße in der Sauce ertränken kann, schmeckt es mir persönlich doppelt so gut.

    Gänsekeule

    Meine Begleitung hatte sich übrigens für das Wiener Schnitzel entschieden, kam an diesem Abend jedoch leider nicht zum Zug. Und das mit gutem Grund: Das Kalbfleisch war leider aus. So Leid mir das für meine Begleitung tat, spricht es meiner Meinung nach ganz klar für das Osswald. Zum ersten, weil das Wiener Schnitzel aus Kalbfleisch überhaupt angeboten wird, zum andern weil die Zutaten offenbar immer frisch eingekauft werden. Ich find es überhaupt nicht schlimm, wenn ein Gericht dann auch mal „aus“ ist. Die sehr charmante Kellnerin hat meiner Begleitung die Alternativen dann auch sehr geschickt vorgestellt. Ein Schnitzel vom Schwein wäre möglich gewesen, aber auf den Teller geschafft hat es letztendlich ein Gulasch, das auch sehr gut gelungen war.

    Zum Dessert habe ich mich für einen Bratapfel auf Vanillesauce entschieden, der nicht nur nett angerichtet, sondern auch sehr lecker war.

    Bratapfel

    Das Ambiente im Osswald ist sehr bodenständig. Schlichte Tische und Stühle, wenig Schnickschnack. Ich mag diese Läden ohne viel Schischi, in denen man sich aber gerade deshalb schnell wohl fühlt und sich wie zuhause fühlen kann.

    Osswald

    Wo ich jetzt grad so schreibe und schwärme, könnt ich glatt heute Abend noch einmal hingehen und die Frühlingskarte checken 😉

    Osswald
    Raumerstraße 17
    10437 Berlin

    030 4427450

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  • Weihnachtsgans in Frankfurt

    Am vergangenen Wochenende haben wir einen Kurztripp nach Frankfurt unternommen. Glücklicherweise genau richtig, um uns im Pielok eine ofenfrische Weihnachtsgans zu genehmigen. Das Pielok bietet bereits seit 65 Jahren gutbürgerliche Küche wie zum Beispiel Frankfurter Rippchen oder Schweinelende an und jedes Jahr zur Weihnachtszeit gibt es als Special ein Gansmenu für vier Personen.

    Das Drei-Gänge-Menu startete nach einem kleinen Aperitif mit einem Feldsalat an Apfeldressing und Croutons. Dazu eine gute Flasche 2008er Spätburgunder Spätlese – ein guter Start.

    Das Highlight kam im Anschluss: Die ofenfrische Gans an glasierten Maronen und Bratäpfeln, dazu Apfelrotkraut, Kartoffelklöße und Majoransauce. Ein Klassiker. Die Kombination aus  Gans und  Maronen mit süßlichem Bratapfel ist wirklich unschlagbar.

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    Wenn man sich ein Stückchen von der knusprigen Gans zusammen mit einem Happen Apfel und einer Marone zusammen auf der Zunge zergehen lässt…yummy! Die Gans war ohne Füllung, was der Sache meiner Meinung nach aber überhaupt keinen Abbruch getan hat. Wie man auf dem Foto sieht, war sie auch bereits tranchiert, sodass sich jeder sein Lieblingsstück aussuchen konnte.

    Zum Abschluss gab es dann ein Rum-Rosinen-Eis mit Karamell-Apfelwürfelchen und Schokoladensauce. Somit war das Menu von A-Z winter-weihnachtlich und die perfekte Einstimmung auf das gute Essen, das uns an den Feiertagen hoffentlich noch erwartet.

    Wir haben uns im Pielok sehr wohl gefühlt. Gemütliche Stimmung, nette Deko und vor allem ein sehr netter und zuvorkommender Kellner, der nicht nur immer am Start, sondern auch sehr nett und lustig war.
    Zudem bietet das Pielok das Gansmenu zu einem wirklich fairen Preis an. Wir haben für vier Personen 105 Euro bezahlt, wobei man Klöße und Rotkohl jederzeit nachbestellen kann. Und wer nicht genug bekommen kann, kann gegen Aufpreis natürlich auch noch Gans nachbestellen. Das war bei uns jedoch nicht nötig. Wir waren nach den drei Gängen total zufrieden und pappsatt.

    Wichtig ist übrigens, dass man rechtzeitig reserviert. An unserem Abend war das Pielok bestens besucht, nicht ein einziger Platz war noch frei. Also, schnell reservieren und ab dafür!

    Restaurant Pielok
    Jordanstraße 3
    60486 Frankfurt

    Telefon: 069 – 77 64 68
    Telefax: 069 – 70 95 22
    E-Mail: mail@restaurant-pielok.de

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  • Leichtes Fleisch – Truthahn und Pute

    truthahn

    Eigentlich ein großes Versäumnis, dass wir erst jetzt einen Beitrag über das Fleisch des Truthahns bzw. der Pute schreiben. Schließlich erfreut sich Putenfleisch großer Beliebtheit und es gibt zahlreiche Zubereitungsmöglichkeiten für Geflügel auf dem Grill oder in der Pfanne (siehe auch unser Rezept für Gyros).

    Die offizielle Bezeichnung lautet Haustruthun, im allgemeinen Sprachgebrauch werden die männlichen Exemplare Truthahn oder Puter, die Weiblichen Truthenne oder Pute genannt. Das Fliedervieh stammt übrigens ursprünglich aus Südamerika und wurden erst von den spanischen Seefahrern Anfang des 16. Jahrhunderts nach Europa gebracht.

    Putenfleisch, bzw. Truthahnfleisch ist wegen seines hohen Eiweißgehalts auch sehr bei Sportlern und Bodybuildern beliebt und liefert neben einem hohen Gehalt an B-Vitaminen und Eisen auch Kupfer, Kalium und Zink. Man kann also sagen, Putenfleisch ist nicht nur lecker, sondern auch noch gesund! Putenfleisch gilt als besonders fettarm. Der Fettgehalt hängt jedoch vom Teilstück ab, dass man sich auf den Teller legt. Besonders beliebt ist mit nur 5 % Fett die Putenbrust.

    Wie bei anderen Geflügelarten auch, haben das Brustfleisch und das Fleisch der Flügel eine helle Farbe. Im Geschmack ähnelt es Kalbfleisch. Die Keulen sind von der Farbe her dunkler und besitzen einen intensiveren Geschmack.

    Putenfleisch

    Für alle, die nicht genug von Geflügel haben können, empfehle ich mal ein Turducken auszuprobieren.

  • Gyros mit Tzaziki Rezept

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    Einfach zu kochen, lecker und fettarm: Das ist dieses Rezept für Puten Gyros mit Tzaziki (siehe Pute). Das griechische Nationalgericht ist aber auch eher etwas für’s Abendessen, wenn man hinterher nichts mehr vor hat. Auch sollten alle Haushaltsmitglieder an diesem Gaumenschmaus teilnehmen. Andernfalls würden Unbeteiligte wohl unter den Knoblauchschwaden leiden müssen. Für Knoblauchfans wie mich ist Gyros mit einem frischen Tzaziki jedoch ein Festgericht.

    Zutaten für 4 Personen:

    400 g Putenschnitzel, 5 TL Olivenöl, 1 Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer

    Für das Gyrosgewürz: 2 TL Oregano, 1 TL Thymian, 1 TL Basilikum, ½ TL Paprikapulver, ½ TL Rosmarin, ¼ TL Kreuzkümmel, ¼ TL Koriander gemahlen, Cayennepfeffer

    Für das Tzaziki: 500 g Magerquark, 200 g Joghurt 1,5%, 1 Salatgurke, Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer

    Zubereitung Puten Gyros mit Tzaziki

    Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Knoblauch schälen und in klein schneiden. Die Gewürze in einen Gefrierbeutel geben und mischen. Das Putenschnitzel in Streifen schneiden und dann mit Zwiebelringen, Knoblauch und Öl in den Gefrierbeutel geben. Gut durchmischen. Das Gyros-Gemisch dann mindestens für eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Ich lege das Fleisch auch gerne über Nacht ein, dann nimmt das Fleisch noch besser den Geschmack auf.

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    Für das Tzaziki schälen und entkernen wir die Gurke und raspeln sie grob auf der Reibe. Die Gurkenmasse etwas ausdrücken und überflüssige Flüssigkeit abgießen. Dann mit dem Joghurt, Quark und kleingehackten Knoblauch mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

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    Nachdem das Fleisch gut mariniert wurde, können wir es nun in einer Pfanne schön knusprig braten. Nur aufpassen, dass die Zwiebeln nicht schwarz werden. Aus dem Supermarkt gibt es dazu noch Pita- oder Fladenbrot. Wenn man das Fleisch in die Tasche legt, nennt sich das Ganze dann Pita Gyros. Lecker!

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  • Andalucia – der Spanier am Savignyplatz in Berlin

    Das Andalucia am Savignyplatz ist noch relativ neu und da ich total auf spanisches Essen stehe, haben wir das Restaurant in der vergangenen Woche mal getestet. Die Einrichtung wirkt durch die gekachelten Wände und die Bilder der schicken Flamenco-Tänzerinnen schon recht spanisch und das etwas schummrige Licht und die vielen Kerzen lassen das Restaurant insgesamt gemütlich wirken.
    Obwohl die Tische schon seeehr kuschelig aneinander stehen – ein kleines bisschen mehr Abstand wäre auch ok gewesen. Aber so konnten wir wenigstens sehr genau begutachten, was unsere Nachbarn bestellt hatten. 😉

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    Wir haben uns  dann für  die gebratene Hähnchenbrust gefüllt mit Manchegokäse und iberischem Schinken

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    und die gegrillte Dorade mit Knoblauch-Petersilienöl entschieden.

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    Die Portionen sind recht ordentlich. Wir mussten irgendwann kapitulieren und konnten den Teller nicht komplett leeren. Insgesamt war das Essen auch lecker, aber nicht überragend. Der Service konnte uns leider auch nicht 100%ig überzeugen. Für die Preise kann man meiner Meinung nach etwas mehr erwarten.

    Einen weiteren Punktabzug gibt es dafür, dass die Besitzer des Andalucia wohl auch das tres tapas und das Frida Kahlo führen, aber wohl noch keine Zeit hatten die Homepage des Andalucia zu bearbeiten. Auf der Seite des Andalucia findet man die Karte des Frida Kahlo zum Download. 🙁

    Ich bin also weiter auf der Suche nach meinem Spanier des Vertrauens in Berlin. Kennt jemand ein wirklich gutes spanisches Restaurant das er empfehlen kann?
    Freu mich auf euer Feedback!

    Andalucia
    Savignyplatz 2
    10623 Berlin
    Tel: 030 – 54 71 02 71

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  • Skurril: Multibird Roast

    Turducken ist ja fast langweilig!

    Mit wie vielen unterschiedlichen Vögeln kann man eigentlich einen Truthahnbraten ausstopfen? Der Fantasie scheinen hierbei keinerlei Grenzen gesetzt zu sein. Der traditionelle Truthahnbraten zu Thanksgiving ist schon lange nicht mehr angesagt. Wieso sollte man sich schließlich mit einer Geflügelsorte abgeben, wenn man doch dem Genuss mehrerer Arten gleichzeitig frönen kann? Eine mittlerweile sehr beliebte Geflügelkombination ist der Turducken, ein mit Ente (engl. duck) und Hühnchen (engl. chicken) ausgestopfter Truthahn (engl. turkey).

    Doch Hobbyköchen ist dies noch lange nicht genug des Guten. Sie rühmen sich sogar mit ihren Erfolgen im Internet und stellen Videos ihrer Festbraten online.

    Was denkst denkst Du?

    Wie viele Geflügeltiere passen also in einen Truthahn? 4? 6? Oder vielleicht 8? Falsch gedacht!

    Sage und schreibe 9 Tiere hat Hugh Fearnley–Whittingstall, ein britischer Fernsehkoch, als Füllung für seinen Truthahn verwendet. Für seinen sogenannten Multibird Roast stopfte der Koch die Vögel immer in das nächstgrößere Exemplar und schließlich alles in einen riesigen Truthahn.

    Bei diesem Festmahl sollte dann wohl für jeden etwas dabei sein!

  • Turducken – Truthahn, Ente und Hühnchen

    Wenn der Truthahn mit dem Huhn und der Ente…

    Das Turducken im Querschnit – Bild: njvack

    Schon Jeffrey Steingarten widmete dem Geflügelmahl ein eigenes Essay, in dem er von seinem Versuch berichtete das perfekte Turducken nachzukochen. Sein Fazit war, dass es eine viertägige Odyssee voller einkaufen, ausbeinen, füllen, rollen, nähen und braten ist, ehe man den üppigen Festbraten fertig vor sich liegen hat. Vier Tage Herausforderung, Schweiß und Nerven, die sich lohnen. Wenn der Duft des Bratens durch das Haus zieht und die verzückten Gesichter der Gäste beim Verzehr des Fleisches die Kochkunst und die Anstrengungen loben, dann weiß man, wozu man die Naht des Truthahns drei Mal wieder auftrennte um sie schöner zu machen und sich beim Entbeinen fast selbst entbeinte.

    Die Zubereitung des Turducken ist aufwendig – Bild: vox_efx

    Was aber ist denn nun das Besondere an diesem Festmahl? Was ist das überhaupt: Turducken? Wer sich mit der angelsächsischen Sprache beschäftigt, hat es wahrscheinlich längst erraten. Mit dem Turducken ist kein neuer Charakter von Walt Disney gemeint, sondern ein künstliches Wortkonstrukt welches den Truthahn (turkey), die Ente (duck) und das Hähnchen (chicken) enthält, Turducken eben.  Als traditionelles US-amerikanisches Gericht ist es heute nicht nur in ganz Amerika verbreitet, sondern führt einen kleinen Siegeszug ebenso durch europäische Länder.

    Operation am offenen Turducken
    Operation am offenen Turducken – Bild: thecjm

    Und wie macht man das? Ist das so was wie Leipziger Allerlei in Fleisch? Mitnichten! Der Turducken ist ein Truthahn, der mit einer Ente gefüllt ist, die wiederum mit einem Hähnchen voll gestopft wurde. Zu guter letzt ist auch das Huhn und jeder Hohlraum der beiden anderen Vögel mit Maisbrot und Wurstbrät befüllt, so dass eine feste Masse für den Ofen entsteht.

    Jetzt noch zunähen
    Bild: thecjm

    Backbereit
    Bild: njvack

    14 Stunden später
    Bild: njvack

    Damit der Genießer am Ende jedoch nichts außer fleischlicher Lust unter dem Messer spürt, müssen die Vögel zuvor aufgeschnitten und entbeint werden. Dann folgt beim Huhn die erste Füllung aus Maisbrot, Wurstbrät und Gewürzen, dieses legt man in die entbeinte Ente und füllt die Hohlräume wieder mit der Maisbrotmischung, ehe man die beiden Tiere zuletzt in den Truthahn legt, erneut Hohlraumfüllungen vornimmt um diesen dann fachgerecht und chirurgisch perfekt zuzunähen. Nun nur noch fertig würzen und dann kurze dreizehn Stunden die Fleischmasse in den Ofen schieben und fertig ist ein einmaliges Festmahl, welches die Gäste zum Staunen und zu Lobpreisungen bringen wird.

    Mehr dazu auch hier:
    http://www.grillsportverein.de/forum/viewtopic.php?t=23321
    http://homecooking.about.com/od/turkeyrecipes/ss/turduckensbs.htm

    http://www.foodnetwork.com/recipes/paula-deen/turducken-recipe/index.html
    http://www.blacktable.com/turducken031217.htm

    Bilder: vox_efx, thecjm, njvack

  • Hühnerfüsse sind eine Delikatesse in Asien

    Für den vorerst letzten Teil meiner Beitragsreihe „Essen Extrem“ war klar, dass ich die Messlatte noch einmal etwas höher legen musste. Deshalb habe ich all meine Überwindng zusammen genommen und eine asiatische Delikatesse probiert: marinierte Hühnerfüsse.

    Marinierte Hühnerfüsse sind in Asien vor allem bei den Frauen ein sehr belieter Snack. Man erhält sie entweder frisch auf dem Markt oder auch wie bei uns eine Bi-Fi eingeschweisst an der Tankstelle. Eigentlich sollte also nichts Besonderes dabei sein, hält man so einen Hühnerfuss aber erst mal in der Hand, sieht er aus der Nähe betrachtet extrem eklig aus.

    Hühnerfüsse schmecken eigentlich gar nicht schlecht. Letztendlich essen wir bei einem Brathühnchen, sehr ähnliche Teil, sie sehen halt nur deutlich appetitlicher aus. Ein Hühnerfuss besteht in erster Linie aus Haut und Fett. Die würzige Marinade überdeckt jeglichen Eigengeschmack, den der Fuss haben könnte. Würde man mir einen Hühnerfuss mit verbundenen Augen servieren, würde ich eventuell von dem Geschmack sehr angetan sein. Man darf sich viele Dinge, die man hier serviert bekommt vorher einfach nicht zu genau ansehen, denn der Ekel spielt sich bei uns Europäern nur im Kopf ab.

    Wenn ich ein Gesamturteil über die chinesisch-taiwanesische Küche abgeben müsste, würde ich sagen: Es gibt viele Speisen, die ausgezeichnet schmecken. Ich habe nichts gegessen, was absolut schlecht geschmeckt hat. Es gibt aber auch viele Gerichte, die für meinen europäischen Gaumen ungewohnt sind und deshalb keinen Platz auf meine Liste der Leibspeisen finden werden. Manchmal gibt es aber auch Überraschungen, wenn ein Gericht extrem eklig aussieht oder riecht, dann aber doch erstaunlich gut schmeckt.

    Nach so viel „Essen Extrem“, brauche ich jetzt aber dringend ein optimal zubereitetes Rumpsteak, oder doch den Truthahn!