Schlesische Weißwurst – Der Klassiker zu Weihnachten
Donnerstag, 24. Dezember 2009 von le chef
Das Rezept wird bereits seit mehreren Generationen immer weiter gegeben. In der rebellischen Teenagerphase dachte ich mir manchmal an Heiligabend, dass es in Zukunft an Weihnachten auch mal was edleres geben dürfte. Trotzdem verputzt man dieses Essen, weil es vielleicht gerade wegen seiner Einfachheit so grandios daher kommt. Pro Person benötigt man:
- 2-3 gute Schlesische Weißwürste (einfach mehrere Metzgereien teste meiner Meinung darf nicht zu viel Majoran und etwas Zitrone dran sein)
- 200g Kartoffeln
- 200g Sauerkraut
Und so wird’s gemacht:
Kartoffeleln schälen, klein schneiden, in Salzwasser kochen, abgießen und mit warmer Milch und etwas guter Butter zu einem herrlichen Kartoffelbrei zerstampfen.
Das Sauerkraut darf meiner Meinung nach nicht zu sauer sein, deshalb vielleicht einmal kurz wässern. Ansonsten das Kraut kochen und in einer separaten Pfanne kleine Zwiebelwürfel etwas Knoblauch und Speck anrösten und das ganze in das kochende Kraut geben und damit vermengen. Je nach Geschmack varriiert natürlich die Menge. Wer noch mag gibt ein Gewürzsäckchen dazu (1-2 Lorbeerblätter und einige Gewürzkörner). Salz und Pfeffer nicht vergessen.
Das wichtigste sind natürlich die Würste die mit besonderer Sorgfalt zu behandeln sind, da sie – wenn frisch zubereitet gekauft – eine sehr zähflüssige Wurstmasse in sich tragen. Deshalb müssen sie auch als allererstes gebrüht werden. Sie dürfen dabei auf keinen Fall in zu heißes Wasser, da sie sonst aufplatzen. Nach dem Brühen sollten sie in Mehl gewälzt werden, damit sie eine gleichmäßigere Bräune bekommen. Man kann sie in der Pfanne braten; ich würde allerdings empfehlen sie im Backofen auf einem Blech in Butterschmalz mit Oberhitze zu braten, da sie dort eine gleichmäßige Farbe bekommen. Im Backofen macht es meiner Meinung nach nichts, wenn die Würste aufplatzen – im Gegenteil: Ich suche mir immer die Aufgeplatzten aus, weil die besonders lecker sind.
Alles anrichten. Fertig!
Als Dessert kann man alles mögliche reichen. Bei uns werden immer gezuckerte Erdbeeren gegessen, was nach dem ziemlich deftigen Essen ganz gut passt.
P.S.: Wenn sich jemand fragen sollte, warum ich oben 2-3 Würste pro Person angegeben habe, der versuche dieses Rezept doch mal. Die Würste, die nämlich übrig bleiben, schmecken zu später Stunde kalt fast noch besser.
Tags: schlesische Wießwurst, Weihnachten, Weihnachtsrezepte, Weisswurst, Wurst

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Montag, 14. Januar 2008 um 16:48
Und wo bleibt das Blau-Zipfel-Rezept von Herrn L.?
Sonntag, 13. April 2008 um 14:42
Fotos?
Freitag, 5. Dezember 2008 um 08:53
…wär zu gerne mal Heiligabend bei euch dabei…sehr easy und doch so lecker – super Sache!
Samstag, 6. Dezember 2008 um 12:17
Es dürfen auch gerne die dunklen Würste dabei sein!
Sonntag, 7. Dezember 2008 um 15:02
Ich wusste gar nicht, dass es auch schlesische Weißwürste gibt. Trotzdem bevorzuge ich die bayrische Variante (wegen des süßen Senfs).
Dienstag, 15. Dezember 2009 um 19:29
Aber hallo @mipi das ist doch überhaupt kein Vergleich. Die Bayrischen.Lederstrümpfe musst du auspusseln. Die schlesischen Weißwürste ißt man mit Andacht
Mittwoch, 23. Dezember 2009 um 06:04
Ohne dieses Gericht (Rezept übrigens genau so wie beschrieben) kann ich mir einen Heiligabend nicht vorstellen. In unserer Familie schon seit der Jugend meiner Großmutter (und wahrscheinlich noch früher) Tradition an Heiligabend, also mehr als hundert Jahre. GUTEN APPETIT
Donnerstag, 24. Dezember 2009 um 14:09
ich bin 74 jahre alt. kann mich aber nicht erinnern, mal weihnachten zu heiligabend was anderes als schlesisische weißwurst gegessen habe.überhaupt wundert es mich, das bei jedem schreiber die bluwurst fehlt. bei uns gab es heiligabend immer noch blutwurst dazu. die wurde kräftig kross gebraten. einfach ein gedicht.
übrigens ich komme aus hirschber im riesengebirge.
frohe weihnachten und einen guten rutsch
Montag, 28. Dezember 2009 um 21:44
Weihnachten ist grade vorbei, und auch wir haben Schlesische Wurzeln :) Aber, wir essen zu Weihnachten die Weißwurst ein wenig anders, udn dass seit Generationen!!
Die Weißwurst wird gebrüht und kommt dann in eine Lebkuchensoßse (oder bei uns Biersauce genannt!) Die Wurst muss nach dem Brühen in der Sauce ziehen, damit der Geschmack in die Sauce und der der Sauce in die Wurst zieht!
Für die Sauce (man müsste es flüssiges Gold nennen :)) Wird ein Suppengrün gekocht, davor wird Saucenlebkuchen(Fischpfefferkuchen) in Malzbier eingeweicht. (ich nehme 7 Lebkuchen und ca. 2 Liter malzbier) (Seit ich eine “Zauberstab” habe, pürriere ich dann die Flüssigkeit und siebe es wenn sich alles aufgelöst hat in die Brühe. Dann benötigt man noch den Saft von ca. 4 Zitronen, zucker und Salz. Ach ja und Butter. Die Mengen der Zutaten muss man schmecken, udn immer wieder Abschmecke Abschmecken Abschmecken… Früher wurde immer noch ein Karpfen in der Sauce noch gegart
Montag, 28. Dezember 2009 um 21:47
… war noch nicht fertig… Aber auf den Fisch verzichte ich…. Die Sauce schneckt einfach SAULECKER. Süßsauer mit einem feinen Lebkuchen Aroma. Dazu wird Sauerkraut und Kartoffeln serviert…. Und dann kann Weihnachten kommen…
Die Wurst gibt es übrigens nur im Dezember zu kaufen (die echte Wurst) Und wird traditionell Heiligabend und ggf. Neujahr gegessen!!! Leider nicht innerhalb des Jahres… Aber eventuell macht das auch den Zauber des Essens auch aus….
Samstag, 9. Januar 2010 um 14:19
Lieber würde ich an Heiligabend auf den Baum verzichten, als auf meine schlesische Weisswurst!
Bei uns gehört zudem o.g. Rezept noch die Soße dazu.In dem Fall eine einfache variante aus einer Mehlschwitze und dem Wasser/ der Brühe indem man die Würste erwärmt hat..es gibt aber auch noch die sogenannte “Bauerntunke” ein sehr aufwendige Art die irgendwie aus Lebkuchen hergestellt wird…
Dienstag, 9. März 2010 um 03:26
Meine Eltern sind aus Breslau und zur traditionellen Malzbier mit Saucenkuchen Sauce gab es nicht nur Weiswurst, sondern auch Kaßler und Polnische. Meine Kinder und Enkel sind ganz verückt nach dem Essen. Ohne wär Weinachten einfach nicht Weinachten und die Tradition wird fortgeführt.
Dienstag, 13. April 2010 um 13:35
Mein Vater ist auch aus Breslau. Kann mich nicht erinnern, jewails am Weinachten (24.) was anderes gegessen zu haben. Auch bei uns gehören Kaßler, Wiener und Polnische mit die Pefferkuchensoße ( Natürlich eingelegt in Doppelmalz.
Hat einer ein Rezept für die Herstellung von orginalen schlesischen Weißwürstchen?
Horst
Montag, 10. Mai 2010 um 09:20
Hallo, dass Rezept kenne ich ja noch garnicht :D
Bei uns gibt es immer Bauerntunke ;D
Nein, sie wird nicht aus Lebkuchen hergestellt.
Sie besteht aus Mehlschwitze in Soßen form, Brot, Wurst und anderes Fleisch :D
Lg, benny
Montag, 10. Mai 2010 um 20:34
Hallo Benny,
vielen Dank für den Tipp! Das klingt ziemlich lecker. Gib Bescheid, falls Du das Rezept findest :-)
Gruß
Airportibo