Schlesische Weißwurst – Der Klassiker zu Weihnachten

weisswurst

Das Rezept wird bereits seit mehreren Generationen immer weiter gegeben. In der rebellischen Teenagerphase dachte ich mir manchmal an Heiligabend, dass es in Zukunft an Weihnachten auch mal was edleres geben dürfte. Trotzdem verputzt man dieses Essen, weil es vielleicht gerade wegen seiner Einfachheit so grandios daher kommt. Pro Person benötigt man:

  • 2-3 gute Schlesische Weißwürste (einfach mehrere Metzgereien teste meiner Meinung darf nicht zu viel Majoran und etwas Zitrone dran sein)
  • 200g Kartoffeln
  • 200g Sauerkraut

Und so wird’s gemacht:

Kartoffeleln schälen, klein schneiden, in Salzwasser kochen, abgießen und mit warmer Milch und etwas guter Butter zu einem herrlichen Kartoffelbrei zerstampfen.

Das Sauerkraut darf meiner Meinung nach nicht zu sauer sein, deshalb vielleicht einmal kurz wässern. Ansonsten das Kraut kochen und in einer separaten Pfanne kleine Zwiebelwürfel etwas Knoblauch und Speck anrösten und das ganze in das kochende Kraut geben und damit vermengen. Je nach Geschmack varriiert natürlich die Menge. Wer noch mag gibt ein Gewürzsäckchen dazu (1-2 Lorbeerblätter und einige Gewürzkörner). Salz und Pfeffer nicht vergessen.

Das wichtigste sind natürlich die Würste die mit besonderer Sorgfalt zu behandeln sind, da sie – wenn frisch zubereitet gekauft – eine sehr zähflüssige Wurstmasse in sich tragen. Deshalb müssen sie auch als allererstes gebrüht werden. Sie dürfen dabei auf keinen Fall in zu heißes Wasser, da sie sonst aufplatzen. Nach dem Brühen sollten sie in Mehl gewälzt werden, damit sie eine gleichmäßigere Bräune bekommen. Man kann sie in der Pfanne braten; ich würde allerdings empfehlen sie im Backofen auf einem Blech in Butterschmalz mit Oberhitze zu braten, da sie dort eine gleichmäßige Farbe bekommen. Im Backofen macht es meiner Meinung nach nichts, wenn die Würste aufplatzen – im Gegenteil: Ich suche mir immer die Aufgeplatzten aus, weil die besonders lecker sind.

Alles anrichten. Fertig!

Als Dessert kann man alles mögliche reichen. Bei uns werden immer gezuckerte Erdbeeren gegessen, was nach dem ziemlich deftigen Essen ganz gut passt.

P.S.: Wenn sich jemand fragen sollte, warum ich oben 2-3 Würste pro Person angegeben habe, der versuche dieses Rezept doch mal. Die Würste, die nämlich übrig bleiben, schmecken zu später Stunde kalt fast noch besser.

31 Kommentare

  1. Pingback: Zu Weihnachten gibt’s Fleisch! | Mettsalat - Fleisch ist mein Salat …

  2. Pingback: Von der Bockwurst bis zum Fondue: Weihnachten naht | Mettsalat - Fleisch ist mein Salat …

  3. Pingback: Warum Alufolie und Wurst sich nicht vertragen | Von Entrecote und Rumpsteak bis zum Schweinefilet

  4. Pingback: Mettsalat.de wünscht frohe Weihnachten! | Von Entrecote und Rumpsteak bis zum Schweinefilet

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

*