Shit Burger – Fleisch aus Kot

kunstfleischIch möchte mich gleich vorab für diesen etwas unappetitlichen Beitrag entschuldigen, aber dieses Thema war doch zu verrückt, um es unkommentiert zu lassen. In einem früheren Beitrag hatte ich bereits über In Vitro Fleisch berichtet. Aufgrund des Bevölkerungswachstums ist davon auszugehen, dass wir in einigen Jahren den globalen Fleischbedarf nicht mehr über herkömmliche Methoden decken können. Dementsprechend bemühen sich Forscher weltweit, Möglichkeiten der künstlichen Fleischproduktion zu entwickeln.

Ein Forscher-Team aus Japan hat nun eine, auf den ersten Blick, äusserst unappetitliche Methode der Fleischproduktion gefunden: Die Produktion von Kunstfleisch aus Fäkalien.

Prof. Mitsuyuki Ikeda bekam ursprünglich den Auftrag, eine sinnvolle Lösung für Tokyo’s Abwasserproblem zu finden. Dabei stellte er fest, dass die Brühe, die durch die Abwasserkanäle fließt reich an Proteinen ist. In der Verbindung mit Tofu werden diese Proteine zu Fleisch verarbeitet und sämtliche schädlichen Bakterien abgetötet. Für die rote Farbe müssen natürlich künstliche Nahrungsmittelfarben zugesetzt werden.

Die Überwindung des natürlichen Ekels könnte sich lohnen: Angeblich schmeckt das Endprodukt – der Shit-Burger – ausgezeichnet und ist dabei um einiges gesünder als das tierische Original. So hat der Shit-Burger deutlich weniger Fett und Kalorien. Ganz zu schweigen von den ökologischen Vorteilen durch die Vermeidung klimaschädlicher Treibhausgase im Produktionsprozess.

Denn am Ende des Tages ist doch alles nur ein großer Haufen Sch*****! 🙂

4 Kommentare

  1. Der menschliche Ekel im Bezug auf Nahrung ist eine der größten Barrieren, die überwunden werden müssen um eine ausreichende Ernährung der stetig wachsenden Weltbevölkerung zu garantieren. Allerdings wird sich ein Bürger der Industriestaaten wohl kaum dazu bewegen lassen, die Sch***** anderer Menschen zu sich zu nehmen.

    Und auch in Entwicklungsländern würde das wohl auch eher als Beleidigung im Sinne von „Friss Sch*****!“ aufgenommen werden.

    Aber wer weiß, vielleicht ist sowas ja bereits im Umlauf? ;D

  2. Nun ja, es hört sich zwar in der Tat abscheulich an, aber wenn wir einmal überlegen was der Mensch sich bereits heute alles zwischen die Kiemen schiebt und was tatsächlich für Müll von der Fisch-, Geflügel- und Fleisch verarbeitenden Industrie im Handel und danach in unseren Mägen landet… dann relativiert sich das irgendwie. Am Ende wird es Aufgabe der Werbung sein, wie man *** verkaufsfördernd präsentiert und an den Mann bringt. Und wer sich „reguläres Futter“ nicht mehr leisten kann, der greift halt , wie üblich, in die Tonne. Es gibt ja auch Leute die sich literweise Tetrapack-Wein hinter die Binde kippen 🙂

  3. Also bei dem ein oder anderen Produkt aus dem Tiefkühlregal bin ich mir auch nicht ganz sicher, ob das Ganze nicht schon längst marktreif und im Umlauf ist 🙂

  4. peter schwarz

    na ja, seien wir doch mal ehrlich! Das Konsumverhalten ist halt schwer von den Möglichkeiten abhängig! Ich musste 20 Jahre mit jedem Cent kalkulieren und habe entsprechend eingekauft! Heute bin ich wesentlich freier, ein Produkt aus zu wählen! Ich kann es mir nun leisten, kritisch zu sein! Da stellt sich die Frage, wie viele Millionen von Menschen haben diese Möglichkeit nicht? Ich bin ein absoluter Befürworter von BIO-Produktionen und artgerechter Nutztierhaltung! Die Frage stellt sich: wie weit akzeptieren wir die Vorgaben der Industrie und des Zwischenhandels (…und natürlich auch der staatlichen Organisationen)? Willkommen im Jahr 2013!

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*