Weihnachtsgans traditionell

Weihnachtsgans

Tradition der Weihnachtsgans

Die Weihnachtsgans ist ein traditionelles Essen, das vorwiegend in Deutschland an den Weihnachtsfeiertagen  auf den Essenstisch gebracht wird. Der Ursprung der Weihnachtsgans liegt im Mittelalter, wo sie zu Ehren des Erzengels Michaels verspeist wurde. Später wurde der Brauch vom 29. September in die Adventszeit verlegt. Man servierte zu Beginn und Ende der Fastenzeit als Festschmaus eine Gans. Nach einer Überlieferung wurde 1588 die Gans durch Königin Elizabeth I. von England zum Festtagsessen erklärt, denn  sie verzehrte eben gerade diesen Vogel, als sie erfuhr, dass England über Spanien gesiegt habe.

Grundsätzliches zum Gänsebraten

Bei der klassischen Zubereitung eines Gänsebratens werden für die Füllung Dörrobst (meist Pflaumen), Äpfel und Zwiebeln verwendet. Aber auch Esskastanien findet man hin und wieder. Gewürzt wird die Gans unter anderem mit Majoran, aber auch Beifuß und Thymian. Als Beilagen werden hauptsächlich Rotkohl und Kartoffelklöße gereicht, die mit einer angesämten Bratensoße übergossen werden. Natürlich gibt es viele Weihnachtsrezepte für die Gans, so dass sich in der Zubereitung regional viele Unterschiede zeigen.

Zu einer gebratenen Gans gehört ein guter Rotwein oder auch Punch bzw. Glühwein, der die kräftige Bratennote unterstreicht und das Aroma voll zur Geltung kommen lässt.

Zubereitung von Gänsebraten

Zutaten: 1 Hafermastgans, Beifuss, 300g Backpflaumen, 2 Scheiben geriebenes Brot, 4 Äpfel, Schweineschmalz, Salzwasser, Bier, Salz, Pfeffer Rosmarin

Die Gans reinigen und ggf. Fett, Innereien, etc. aus dem Innenraum nehmen.

Gans von innen und außen mit Beifuss, Salz und Pfeffer gut einreiben.

Für die Füllung die Äpfel etwas Zucker, Brot und Backpflaumen mischen, die Gans füllen und anschließend zunähen. Wer will, kann auch noch etwas Speck in die Füllung geben.

Etwas Wasser in ein Auffangblech unten in den Ofen legen, ggfs. Suppengemüse dazulegen. Den Gänsebraten auf einem Rost in den Ofen schieben. (Die Gans liegt auf dem Rost, damit sie nicht in der Soße liegt und die Haut so schon kross wird) Sofern vorhanden das mitgelieferte und entnommene Gänsefett oben auf den Gänsebraten legen.

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Für die perfekte Weihnachtsgans empfiehlt sich die Verwendung eines Bratenthermometers. So läuft man nicht Gefahr, dass das Fleisch trocken wird. Je nach Größe der Gans kann die Bratdauer durchaus variieren: bei 180 Grad muss man ca. 1 Stunde Bratzeit pro KG Gewicht rechnen.

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Von Zeit zu Zeit die Gans wenden und mit Salzwasser und/oder Bier übergießen, aber Vorsicht: die Soße soll auch noch genießbar sein, also nicht zu viel Salz verwenden.

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Während die Gans brät haben wir Zeit für die Beilagen: Rotkohl und Klöße gibt es aus dem Supermarkt. An dieser Stelle nur zwei Tipps. In die Mitte der Klöße müssen Weissbrotwürfel, damit sie schön locker werden. Der Rotkohl schmeckt besonders gut mit etwas Apfel, Weisswein und Nelken.

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Am Ende der Bratzeit (siehe Bratenthermometer) noch einmal kurz den Ofen auf „Grillen“ stellen, um die perfekte Kruste zu bekommen. Dann herausnehmen, mit einer guten Geflügelscheere zerteilen und zusammen mit den Beilagen servieren.

Wir wünschen guten Appetit!

In diesem Berliner Restaurant kann man übrigens auch ganz ausgezeichnet Gänsebraten essen.

8 Kommentare

  1. Lecker, ich liebe Gans und es ist ja bald auch wieder soweit!

    Schade nur, dass die Gans hier in Paris nicht so populär wie die Ente ist!

    Sieht super lecker aus!

  2. Schmeckt Gans und Ente tatsächlich so sehr unterschiedlich?
    Die Zubereitung ist die Gleiche, oder?

  3. Pingback: Weihnachtsgans Essen in Berlin: Geheimtipp Derby Klause | Mettsalat - Fleisch ist mein Salat …

  4. Also der Unterschied zwischen Gans und Ente besteht glaube ich im Fettghalt. Die Gans ist eben deutlich fetter, als die Ente, weshalb die Ente auch immer häufiger zu Weihnachten gemacht wird. Die Hintergrundinfos, gerade mit Königin Elizabeth I. fand ich jetzt aber schon sehr interessant, das wusste ich noch gar nicht. Danke dafür.

  5. Das mit dem Fett stimmt allerdings! Die Soße besteht sicher zu 80 Prozent aus Gänseschmalz. Da muss man schon überlegen, ob man nicht zusätzlich eine eigene Soße kocht…

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  8. Ich sehe, du misst die Kerntemperatur in der Keule – bei welcher Temperatur warst Du mit dem Ergebnis zufrieden? War dann auch die Brust wie gewünscht?

    Noch Ideen von mir:
    – Mit der Fetttrennkanne den Großteil des Fettes abschöpfen, bevor die Sauce gebunden wird.
    – Zwiebeln und Wurzelgemüse passieren und in die Sauce geben
    – Was an Fett zu viel ist: Fein würfeln und in einer beschichteten Pfanne auslassen. Salzen. Wenn das Übrige Gewebe dunkelbraun und knusprig ist in eine Schale gießen und in den Kühlschrank stellen: Prima Brotaufstrich. 🙂

    Gruß aus Köln
    mene

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