Cowfunding

Cowfunding ist die neue Fleischanlage für Investoren

Immer mehr Deutsche möchten genau wissen was auf ihrem Teller landet. Cowfunding, Kuh-Teilen und Crowd-Butching geben Fleischliebhabern die Chance selbst zu bestimmen welches Tier aufgetischt wird. Cowfunding ist keine humorvolle Satire des mittlerweile sehr populären Crowdfundings. Trotzdem funktioniert es ganz ähnlich. Im Internet können sich die fleischbewussten Kunden die Tiere genau unter die Lupe nehmen. Mit Fotos und genauen Informationen zu ihrer Haltung und Herkunft.

Weiderind, 18 Monate, gutgenährt, sucht …

Kunden wünschen sich die Gewissheit, denn nicht immer kann man sich sicher sein, wie gesund und rein die Produkte aus dem anonymisierten Markt sind. Wer möchte seinen Gästen schon Antibiotika-belastetes Fleisch aus Massentierhaltung anbieten? Nicht immer bedeutet „gemischtes“ Hackfleisch Schwein und Rind.  Verpackungen und Frischfleischtheken können nie kompletten Aufschluss über die Qualität der Ware geben.

Cowfunding möchte qualitätsbewusten Verbrauchern eine Alternative anbieten. Gemeinsam investieren Gourmets in gute Steaks, beziehungsweise das Rindvieh. Ist ein prozentualer Grenzbetrag erreicht geht es ab zum Schlachter und das Tier wird dann ebenfalls prozentual zerteilt und an die gewissenhaften Kunden ausgeliefert.

Für Kunden und Bauern ergeben sich aus dem neuen Modell deutliche Vorteile. Unter anderem wesentlich kürzere Transportwege. Frischfleisch garantiert. Überproduktion ausgeschlossen. Hier werden nur Tiere geschlachtet die am Ende auch wirklich genossen werden. Über Fremdkörper, gesundheitsschädliche Konservierungsstoffe und Seuchenfälle müssen sich Konsumenten keine Gedanken machen. Fleischgenuss mit guten Gewissen.

Cowfunding Made in the USA

Das Modell stammt, wie sollte es auch anders sein, aus dem Beef Mekka USA. Die Idee Einzelner mit der Frage warum Fleisch so teuer sein muss. Und das ohne Rechtfertigung durch seine Herkunft. Der Traum vom frischen Rindersteak, zum guten Preis und in der richtigen Menge für den eigenen Grill. Die Gründe Ethan und Joe von Crowdcow sagen: „Good bye mystery meat“. Good Bye Mystery Meat heißt es jetzt auch in der Schweiz bei Kuhteilen.ch und in den Deutschland bei Kauf Ne Kuh  oder Schauinsland Freiburg. Weitere werden folgen, da bin ich mir sicher! Wenn Ihr Erfahrung mit weiteren Anbietern habt, schreibt es bitte in die Kommentare.

Ein Steak mit zwei Seiten?

Mir bleiben trotzdem noch ein paar Fragen bei dem Thema: Was wenn ich der einzige bin, der Interesse für das Kälbchen Paula von Bauer Roland zeigt? Wird aus meinem Kalb dann schon bald ein ausgewachsener Büffel? Vielleicht auch Gammelfleisch wenn meine Co-Founder erst ein Jahrzehnt später einsteigen? Versteckt sich hinter dem Beefbook vielleicht auch der ein oder andere Fakeaccount der mir nur schöne Augen machen will?

Cowfunding steckt noch in ihren Kinderschuhen. Doch Spaß bei Seite. Kommt Zeit, kommt Rat. Dann wird sich zeigen ob hinter all dem nur ein kurzlebiger Trend oder eine echte Alternative für ernährungsbewusste Nicht-Veganer ist (die wie der Mettigel bald auf der Liste der bedrohten Tierarten stehen wird).

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