Burger selber machen, was sollte man beachten
Montag, 12. Januar 2009 von Mettigel
Burger werden immer gern gegessen, schmecken lecker und essen sich “bequem”. Einen optimalen Burger zu kreieren ist schwieriger, als man vermutet. Auch Fast Food will gelernt und gut gemacht sein: Qualitätsfleisch, abgestimmte Garzeiten sowie eine Priese Salz und Pfeffer.
1. Das Fleisch
Schon beim Fleischkauf sollte man nicht unbedingt in die Abteilung greifen, in der die Ware reduziert ist, weil sie schon kurz vor dem Verfall desMindesthaltbarkeitsdatums steht, sondern frisches und qualitativ hochwertiges Fleisch kaufen. Je höher der Rinderanteil im Fleisch ist (70% Rind und 30% Schwein), desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Fleisch in der Pfanne zerfällt. Ich bevorzuge 100% mageres Rindfleisch. Grob gedrehtes Fleisch schmeckt besser, ist aber schwieriger zu formen. Fein gedrehtes Hackfleisch zerfällt oftmals. Bei solchem Fleisch hilft es ein Ei zu quirlen und es mit den Fleisch zu vermengen. Das bindet gut und macht es lockerer.
Mit Gewürzen sollte man grundsätzlich sparsam arbeiten. Auch McDonald’s, Sterne- und Starköche wie Jamie Oliver verwenden nur eine Priese Salz und etwas Pfeffer für den perfekten Burger. Wer will kann noch etwas Senf zum Hackfleisch mischen.
2. Die perfekte Form
Möchtegern-Experten raten deshalb: Burger schon fertig geformt kaufen, jedoch nicht aus der Tiefkühlabteilung, sondern aus der Frischetheke. In vielen großen Supermärkten bekommt man Burger aus Hackfleisch mit höheren Rinderanteil. Diese sind praktisch und nicht gewürzt. Man kann sie zusätzlich zu hause platt drücken, damit der Hamburger im einfacher zu befüllen ist. Wir benutzen eine Burger-Presse, um perfekte Hackfleisch Patties zu formen. Ich bevorzuge dünne Patties, und lege dann lieber zwei oder drei übereinander. Gerade in diesem Fall lohnt es sich die Patties vor dem Grillen einzufrieren. Dann hällt sich die Form auch später auf dem Grill.
3. Das Braten
Die Pfanne sollte gleichmäßig und gut heiß sein, denn wir wollen die Patties scharf anbraten. Dafür eignet sich am besten eine Lyoneser Eisenpfanne. Das Fleisch braucht relativ lange, um gut durchgebraten zu sein. Durch ein EU Gesetz dürfen Burger in der Gastronomie, aufgrund der Krankheitserregergefahr nicht medium serviert werden. Zu hause können Sie den Burger hingegen zur Abwechslung mal medium braten, vorrausgesetzt Sie verwenden wirklich frisches Fleisch.
Noch besser schmeckt der Burger natürlich, wenn er vom Grill kommt. Ich habe mir deshalb einen Weber Gasgrill zugelegt. Damit bleibe ich flexibel und spare mir das Abspülen.
4. Das Rezept für perfekte Bacon Cheeseburger
6 Hamburger-Brötchen, 1 kg Hackfleisch (100 % Rind), 1 Packung Bacon, 6 Scheiben Chester Schmelzkäse, 1 Zwiebel, Ketchup, Senf, Gewürzgurke, 1 Tomate, Salatblätter, Salz, Pfeffer
Hackfleisch mit Salz und Pfeffer würzen und durchkneten. Entweder mit nassen Händen zu einer runden flachen Patties formen, oder eine Burgerpresse verwenden.
Hamburgerbrötchen in Hälften schneiden und flache Seite antoasten. Die unteren Häften mit Ketschup und Senf bestreichen, Zwiebelringe und Gurgenscheiben auflegen.
Baconscheiben von beiden Seiten braten, bis sie schön knusprig sind. Hackfleisch Patties von beiden Seiten jeweils 3 Minuten scharf anbraten. Zum Ende der Bratzeit die Käsescheiben auf die Hackfleischpatties legen, sodass der Käse noch genug Hitze bekommt, um zu schmelzen. Fertig gebratene Burger auf die untere Hamburgerbrötchenhälfte legen, Salatblatt und Bacon oben drauf, dann die zweite Brötchenhälfte…. fertig!
Und hier das Lehrvideo: Perfekte Burger grillen
Tags: Bacon, Burger, Cheeseburger, Hackfleisch, Hamburger

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Mittwoch, 23. Juli 2008 um 15:56
Ich möchte noch anmerken, dass ein original amerikanischer Burger vom Grill kommt. Bei Cheesburgern legt man den Käse auf das Fleisch-Paddy solange es noch auf dem Grill liegt. So bleibt der Burger später länger warm und der Käse kann in die Fleischporen einziehen.
Dienstag, 13. Januar 2009 um 09:34
Wir machen die Burger immer aus reinem rindfleisch, formen diese und frieren die schön flachen burger ein. Dann kommen die gefroren auf den Grill. Das hat den Vorteil, das sie genau so schön flach bleiben und sich die Form kaum verändert. Ist bestimmt ein Frevel aber bei uns sind die immer hervorragend :-)
Mittwoch, 14. Januar 2009 um 10:13
Ich mache meine Burger meistens selber, denn ich mag die eine Fastfoodkette nicht und mein Liebster mag die andere Fastfootkette nicht. So gibt es für uns eigentlich nie eine Möglichkeit, dass wir dort hingehen. Darum machen wir die Burger schon lange selber. Ich mache sie so ähnlich wie hier beschrieben. Was ich nicht wusste, dass mit dem Käse. Das ist aber eine gute Idee und dafür möchte ich mich bedanken. Werde es beim nächsten Burger mal versuchen. Mal schauen, obs mir gelingt.
Donnerstag, 15. Januar 2009 um 10:08
Oh Burger, das ist mal wieder eine Idee. Wir machen die am liebsten auch selber und jeder belegt nach Wunsch. Allerdings mit “richtigen” sprich normalen und auch mal Vollkoernbrötchen und nicht mit dem labbrigen Burgerbrötchen.
Viele Grüße
Sonntag, 21. Juni 2009 um 10:09
Ich nehme immer reinen Bullenhals für die Patties. Hat den optimalen Fettanteil und schmeckt geil. Zum formen nehme ich bislang den Deckel von einem Einmachglas, hab noch keinen Pattiemaker gefunden der mir gefallen hat!
Donnerstag, 8. April 2010 um 20:36
Hab das Ganze mal ausprobiert die Woche. Meine Empfehlung ist die Patties bei max. 1 cm Dicke und einem Umfang von ungefährt 1 cm mehr, als die benutzten Burgerbrötchen haben, zu formen. Sie werden sich dann auf dem Grill zusammenziehen und eher ein wenig in die Höhe gehen und somit perfekt auf die Semmel passen. Mit Gewürzen bloß nicht zu sparsam sein – ein wenig Paprikapulver gibt dem Fleisch auch noch mal ein wenig Pepp.
Montag, 23. August 2010 um 13:05
Hallo, als Burgerprofi möchte ich Folgendes anmerken (Artikel ist nicht optimal, was patty Zubereitung betrifft): 1. ein Patty besteht immer zu 100% aus Rindfleisch, wird Schweinfleisch verwendet, dann ist es kein Hamburger patty, sondern ne Frikadellenart! 2. Der patty wird nur minimal mit Salz und Pfeffer gewürzt. Burger King und Mc Donalds verwenden nur 100% Rindfleisch ohne Gewürze, kann man sich also überlegen, fertige pattys von Salomon werden zB mit Salz, Pfeffer und Senf (sehr wenig) gewürzt – ist meiner Meinung nach wichtig. 3. Wer sich fragt warum der patty immer anders schmeckt als bei BK oder Mc, muss wissen, dass wir im Supermarkt nur eine recht fetthaltige Hachfleischmischung aus Oberschale, Unterschale und Kugel bekommen, egal ob Bio oder nicht, es wird grundsätzlich das eher minderwertige Fleisch genommen. Die Burgerketten haben hier klare Richtlinien, das Fleisch kommt immer von der selben Stelle (Oberschale BK), darf sich im Fettanteil nicht von Mal zu Mal unterscheiden und schmeckt daher auch anders. Die Amis haben den Vorteil, dass in den Supermärkten zum Teil 10 versch. Rinderhackfleischsorten angeboten werden. 4. Der patty wird NIE geformt und direkt auf den Grill gelegt, das macht vielleicht ne Indische Pommesbude in Neuköln aber kein Burgerprofi. Der patty wird mit einer Burgerpresse geformt und dan EINGEFROREN, das wird immer wieder vergessen und dann ist die Enttäuschung groß. Der gefrorene patty wird dann direkt auf den Grill gelegt und von beiden Seiten 2 Min gegrillt – dadurch, dass der patty gefroren ist, zerfällt rein gar nichts und der patty behält eine feste Konsistenz. Immer nur auf den Grill legen, wenn dieser seine optimale Stufe erreicht hat. 4. Noch ein Punkt auf den der Author nicht eingeht: welche Pfanne? Auch dieser Punkt ist wichtig und ausschlaggebend für die Konsistenz des pattys damit dieser auch mal so schmeckt wie bei BK oder Mc. Sicherlich hat niemand daheim eine Grill, daher empfehle ich Gusseisenpfanne oder Kupferpfanne, Teflonmist ist nicht geeignet, da sie beim scharf anbraten nicht die Wirkung erzielen, die benötigt wird. Noch ein Tip: formt keine dicken Oschis, sondern achtet darauf, dass der patty sehr dünn ist. Wenn ihr mehr Gramm wollte, gebt dem patty mehr Durchmesser oder legt einfach 2,3 übereinander. Wenn der patty dünn ist, reichen 2 Min von jeder Seite braten und die Konsistenz sprich Geschmack, kommt dem vom BK sehr Nahe.
Mittwoch, 29. Dezember 2010 um 00:31
Man braucht keine Burgerpresse. Zwei feuchte/nasse Teller aufeinander stellen, dazwischen das Hackfleisch als Kugel – und zusammendrücken. Wer dickere Patties haben will, kann die beiden Teller mit den Unterseiten zusammendrücken. 100% Rindfleisch, vom Metzger, maximal 20% Fett, keine Gewürze oder Ei ins Fleisch, einfrieren/anfrieren (30 min)- dadurch behalten die Patties ihre Form, gut heiße und schwere Pfanne verwenden, wenden wenn an der Oberseite rötlicher Fleischsaft austritt (kleine “Pfützen”), nach dem Wenden mit Salz und Pfeffer würzen, nicht ganz durchbraten – sonst wird das Fleisch trocken und zäh. Gewürzt wird mit Senf, Ketchup, Mayo, Tabasco, Guacamole, Barbecuesauce oder was auch immer – auf den Buns (Brötchen).
Mittwoch, 1. Februar 2012 um 18:51
Hallo Mettigel,
vielen Danke für das Anleitung / Beschreibung für das perfekte Burger.
Das Abendessen für Morgen Abend ist schon damit eingeplant :]
Lorand F.